Bali, Indonesien, Postcards, Unsere Weltreise

Bali – eine endlose Liebesgeschichte

Die Idee zu unserer Weltreise hat ihren Ursprung auf Bali. Genau genommen ist also Bali schuld daran, dass wir unsere Möbel verkauft, den Job gekündigt und ein One-way Ticket nach Südamerika gekauft haben.

„Klar werden wir auf unserer Weltreise einen Stopp auf Bali machen – da führt kein Weg dran vorbei. Aber können wir Indonesien bitte erst gegen Ende der Reise einplanen, sonst will ich nie mehr von da weg und wir schaffen es nicht nach Südamerika.“ 

In den Jahren 2007-2011 habe ich doch schon einige Zeit in Indonesien verbracht und kenne mein Verhältnis zu diesem reizvollen Land nur zu gut.

8 Uhr morgens nach einer Flugnacht von Myanmar über Bangkok – wir landen auf Bali und können es kaum glauben, wieder hier zu sein. Hier wo 2014 die Idee unserer Weltreise entstanden ist.

Diesmal entschieden wir uns, die Gegend um Canggu zu unserem ersten Zuhause auf Bali zu machen. Hier ist der Charme Balis im Sumpf des touristischen Südens noch ursprünglich spürbar. Es ist auch DER Surfspot auf Bali für Anfänger, bekannt für seine hippe Hipster Szene & Yogi Feeling umgeben von Reisfeldern. Hört sich für uns genau nach dem an, was wir brauchen!

Für die ersten 8 Nächte auf Bali haben wir uns ein Zimmer auf Airbnb [Gutschein] gemietet und haben uns gleich einen Roller für 50 Dollar einen Monat lang geschnappt. Mischa hat einige Surf Versuche gestartet oder vier-Hand Massagen genossen, während ich täglich eine andere Yogastunde im Serenity Guesthouse besuchte. Von Vinyasa über Hatha bis hin zur Yoga Philosophie Stunde war alles mit dabei. 

Das war dann erst mal eine Woche Akklimation auf Bali bis wir zum ersten Mal Besuch von Freunden aus der Schweiz bekamen. Was für eine Wiedersehensfreude!

Nachdem ich wegen einer Amöbeninfektion einige Krankenhausbesuche hinter mich bringen durfte mit anschliessender 2-wöchiger Antibiotikakur, verliessen wir den Süden Richtung Amed.

„Scheisse, da vorne steht die Polizei und macht Grosskontrolle.“ Zum ‚Glück’ hatten wir ausgerechnet heute den internationalen Führerausweis nicht dabei, den wir zum ersten Mal in den ganzen 9 Monaten hätten gebrauchen können.
Die Polizei weiss natürlich, dass ein Grossteil der Touristen keinen solchen dabeihat und verlangt einfach ein Bestechungsgeld, damit man weiterfahren darf. Von 200'000 Rupiah haben wir mit zwei Polizisten auf 50'000 (4 USD) runtergehandelt – welcome to Indonesia!

 

Bei unserem nächsten – diesmal freiwilligen – Stopp wurden wir von lächelnden Gesichtern empfangen: eine balinesische Zeremonie. Die Kinder streckten neugierig ihre Köpfe in unsere Richtung um sich anschliessend wieder schüchtern in den Armen der Eltern zu vergraben.

Je weiter wir uns vom Touristenstrom Richtung Osten entfernen, desto grösser wird das Lächeln auf den Gesichtern der Leute und den Eindruck, den sie in unserem Herzen hinterlassen.
Sogar die Arbeiter, die in der brütenden Mittagssonne bei unvorstellbarer Tropenhitze Löcher graben und betonieren, schenken uns ein Lachen, das ansteckender ist als jede Amöben Infektion.

Unser neues Zuhause: Eine auf einer Anhöhe gebaute Villa mit Infinity Pool und Aussicht auf die endlose Weite des Meeres & die kleinen Fischerboote unten an der Küste Ameds.

Während unsere Lieben die meiste Zeit mit Tauchen verbrachten, pilgerten wir zwischen Hängematte, Küche, Sofa & Infinity Pool hin und her. Es fühlte sich an, als hätten wir in den 5 Tagen den ganzen Luxus, den wir uns während unserer Reise nicht gegönnt haben, wie zwei Schwämme aufgesogen.

Eat, pray, love. In Ubud. Ja, gegessen haben wir vor Allem Reis – Nasi, viel Nasi! Das Beten haben wir dann lieber den Balinesen mit ihren kleinen Opfergaben aus Bananenblättern überlassen. Geliebt, ja wir haben uns aufs Neue in Bali verliebt! Und diese Liebe für Bali durften wir mit unseren Freunden teilen.

„Soll ich das jetzt buchen?“ „Ja machen wir!“ Zwei Stunden bevor wir unser nächstes Ziel ansteuern sollten, haben wir kurzum entschlossen nach einem Monat Südkorea & Japan wieder nach Bali zurück zu kommen. Weil die Insel uns schon wieder nicht loslassen will und wir sie auch nicht.