Italien, Postcards

Ein Tag in Palermo oder „welcome to Sicily“

Freitag, 29. April 4.30 Uhr: Nach vier flüchtigen Stunden Schlaf werden wir von unserem Vogelgezwitscher-Wecker sanft aus dem Schlaf geholt, zum Flughafen kutschiert und dank mobiler Bordkarte sind wir ruckzuck eingecheckt.

Noch sind wir zu müde, um wirklich zu realisieren, dass wir in genau 40 Tagen am selben Ort zur ungefähr selben Zeit in unser grosses Abenteuer starten werden. Naja, früher oder später (allerspätestens dann am 8. Juni) werden wir's schon noch registrieren. 

 

Touchdown auf Sizilien. Andrina war während dem gesamten Flug dem Schlaf verfallen und Mischa hat sich mit der netten Sizilien-vernarrten Sitznachbarin auf 14C blendend verstanden. Gleich nach der Landung haben wir unsere erste Entdeckungstour angesetzt. Auf dem Plan stand Palermo, die Hauptstadt der Mafia-Insel. Bereits nach wenigen Schritten durch die Stadt, wussten wir, dass wir tatsächlich in Sizilien angekommen sind. 

 

Hier haben wir 6 Erkenntnisse für dich, die du nur in Sizilien gewinnst:

1.

Die Parkplatzsuche – oh my, so etwas haben wir noch nie erlebt. Keine Chance, da ist die Nadel im Heuhaufen ein Scheiss dagegen. Echt jetzt! Umso grösser ist dann aber das Erfolgserlebnis, wenn man doch noch eine kleine Lücke findet wo man irgendwie reinpassen könnte.

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2.

Beim Espresso dürfen wir den Inhalt der Tasse suchen. Hier wird er fast nicht mehr flüssig serviert und sowas wie langen Kaffee gibt’s erst recht nicht – Mischa freut’s! Hier macht’s zack & wach!

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3.

Hier gibt es so viele verbeulte Autos auf einem Fleck wie bei uns nur auf dem Autofriedhof, und wohlgemerkt: Die fahren alle noch und tun ihren Dienst bis zum bitteren Ende. Die Beulen und Kratzer könnten natürlich auch wunderbar im Zusammenhang mit Punkt Nummer 1, der Parkplatzsuche stehen. Wir finden es echt sympathisch, dass sich die Sizilianer vermutlich mehr ums Essen kümmern als um ein beulenfreies Auto.

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4.

Nirgends wird soviel gehupt wie hier im Süden Italiens – und niemand fühlt sich angesprochen, ganz nach dem Motto #nientestress. Während man in der Schweiz mindestens fünfmal überlegt, ob jetzt wohl der angebrachte Zeitpunkt wäre um zu hupen, hat der Italiener unterdessen schon 5 Mal gehupt. Einmal für „Ciao Francesco, come stai?“, das Zweite für den Idioten vornedran, der einfach zu langsam fährt und das dritte bis fünfte Mal weiss er wohl selber nicht genau wieso er eigentlich gehupt hat.

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5.

Der Markt – hier fangen wir erst recht an zu Träumen! Die Früchte sind par excellence sonnengereift und reif geerntet direkt an den Markt kutschiert worden. Das Gemüse ist fast schon exotisch. Hier gibt es runde, kitschviolette Auberginen die neben einmeterlangen Zucchine ins Auge stechen.

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6.

Egal in welches Ristorante, Pizzeria oder Bar wir Fuss setzen in Sizilien: das Essen schmeckt hier einfach überall. Die Dichte an gutem Essen ist hier wohl so gross wie in kaum einem anderen Land. Heute gab’s Casarecce con pesce spada e melanzane... Che buono! Pasta mit Schwertfisch & Auberginen. Yummm!

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Unser Fazit: go explore Sicily! Und iss dich quer durch die sizilianische Küche. 
Ps. Cefalu & Marettimo sind wirklich bezaubernd schön und einige Tage deiner Zeit wert.
Happy travels & buon appetito