Bali, Indonesien, Postcards, Unsere Weltreise

„Kommst du mit mir auf Weltreise?“ – wo alles begann.

Die Wurzeln unserer Weltreise stecken auf der Götterinsel Bali. Hört sich wunderbar an und im tropischen Klima Indonesiens gedeihen Pflanzen und Ideen bekanntlich ausserordentlich gut.

Wieso in Bali fragst du dich? Nun, ich habe eine ganz besondere Beziehung zu diesem kleinen Paradies. Über 2 Jahre lang durfte ich Bali als meine zweite kleine Heimat betiteln, dort leben und zeitweise arbeiten.

Mischa hingegen hat den grössten Teil seines Lebens in Bella Italia verbracht. 20 Jahre in Rom haben sein Herz und vor allem seinen Appetit geprägt. Sein Vater und Nonno & Nonna leben in Sizilien, wo er die meiste Zeit seiner Ferienzeit verbrachte. Italien – Familie, Sonne & Pasta! Was braucht man denn schon mehr?

Und dann kam Andrina. Ich habe Mischa die Ohren mit Geschichten von dem Inselleben auf Bali vollgesäuselt bis er schliesslich kapitulierte und es mit eigenen Augen sehen wollte. 

Er hatte ja keine Ahnung was ihn erwartet und ich konnte es kaum erwarten, ihm mein Paradies zu zeigen.

Da war zu Anfang der endlose Flug, auf dem wir einen Singapore Sling nach dem anderen schlürften, uns die Zeit mit Filmen um die Ohren schlugen und uns freuten, wenn die Stewardess mit etwas zu knabbern vorbeikam.

19 Stunden später - aus dem Flugzeugfenster blickend fragt er zum gefühlten 50zigsten Mal: „Ist das da unten Bali??“ Nein, das ist eine der anderen 17.508 Inseln von Indonesien.

Kaum aus dem Flugzeug gestiegen, schlägt uns die drückend rauchige tropische Luft entgegen und ich denke mir – DAS ist Bali mein Lieber! Beim Schalter für das 30-tägige Visum blättert der Beamte in meinem Pass auf der Suche nach einer Seite, die nicht schon von einem Indonesischen Visum-Stempel belegt ist. Da! Die letzte Seite ist noch frei. Mit einem breiten Lächeln reicht er mir meinen Pass und sagt „welcome home“.

Hier waren wir also, in meiner ungleichen Heimat 12'000 Kilometer von der Schweiz entfernt. Und ich war mehr als motiviert, Mischa dieses Zuhause mit all seinen Farben, Gerüchen und Geschmäckern vorzustellen.

Wahrscheinlich war ich anfangs etwas zu übermütig für Mischa, der sichtlich mit Jetlag und Reizüberflutung kämpfte. Doch meine Energie war auf 200 Prozent!

Ich hatte vor ihm alle meine Lieblingsplätze zu zeigen, sämtliche kulinarische Highlights zum Probieren zu geben und ihm jedermann meiner Bali People vorzustellen, die ich schier endlose lange zwei Jahre nicht mehr gesehen hatte.

Wenige Tage später: Mischa zerbricht sich bereits den Kopf darüber, wie wir in Bali bleiben könnten und das Paradies nie mehr verlassen müssten. Zuerst will er ein Hotel kaufen. Dann möchte er eine Pastaria aufmachen. Schlussendlich soll es dann aber doch eine Wein Bar sein.
Zurück in der Schweiz packt ihn so richtig das Fernweh. Zu meinem grossen Erstaunen noch mehr als mich! Die Unbeschwertheit Bali’s hat ihre Spuren hinterlassen. Daneben wirkt unser verplanter Schweizer Alltag ganz plötzlich ziemlich bedrückend.

„Amore, willst du mit mir eine Weltreise machen?“ Was sich hier fast schon wie ein Heiratsantrag anhört (der kam ein Jahr später hier) liess mich fast an meinem Rührei ersticken. Ja klar!! Das lasse ich mich sicher nicht zweimal fragen.