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Komodo Nationalpark – noch mehr Bootsleben

Was wir uns von einer viertägigen Bootstour durch den Komodo Nationalpark erhofften? Nebst der Begegnung mit den legendären Komodo Waranen – den letzten Dinosauriern der Welt – konnten wir es kaum erwarten die Unterwasserwelt, von der wir schon einige Schwärmereien gehört haben, zu erkunden.

Nach unserer Bootstour auf den Galapagosinseln mehr als ein Jahr zuvor, war uns klar, dass wir unbedingt noch mehr Bootsleben auf unserer Reise erleben wollten.

In Labuan Bajo werden an jeder Ecke Bootstouren verkauft. Meist sind es ein- oder zweitages Touren, bei denen man mit einem einfachen Holzboot und einer zusammengewürfelten Gruppe losgeht. Wir hatten uns jedoch auf eine längere Tour eingestellt und sind nach einigen Spaziergängen durch die staubigen Strassen des Hafendorfes auf die Pirates Touren gestossen.

Was wir mit dem Buchen der Nataraja Tour nebst unseren bescheidenen Erwartungen nicht wussten, war, dass wir unter dem schönsten Sternenhimmel übernachten, schweisstreibende Hügel erklimmen und für ein paar Stunden echtes Malediven Feeling erleben würden.

So tuckerte es also los: das riesige Holzsegelboot mit uns, einer 10er Gruppe Österreichern, zwei serbischen Fotografen und Nicole – einer in Bern lebenden Deutschen, die wir auf dem Boatel in unser Herz geschlossen haben.

Es war Zeit den Hafen von Labuan Bajo mit Yachten, Fischerbooten & Fähren, in einer Anzahl wie wir es noch nie auf unserer Reise erlebt haben, zu verlassen. Und mit dem verlassen des 'sicheren Hafens', bekamen wir eine wahrhaftige Märchenlandschaft zu Gesicht. Die Hügel gleichmässig mit Gras von der Sonne ausgetrocknetem Gras bewachsen - wie aus dem Bilderbuch.

Je weiter wir in den Nationalpark schifften, desto weniger Schiffe bekamen wir zu Gesicht. Und desto weniger Plastikmüll war im Meer zu sehen – dies nahm uns für einen Moment den Schmerz von den Augen & unseren Herzen, den uns während unserer Zeit im Hafen von Labuan Bajo überkam. Wo man hinblickte, schwammen dort von Plastikflaschen, Strohhalmen, Plastiktüten bis hin zu Windeln alles, was der Mensch in seinem Alltag so konsumiert & hinterlässt - und noch viel mehr...

Draussen im Nationalpark hingegen können sich Taucher, Schnorchler und vorallem Fische, Schildkröten & majestätische Mantas am tiefblauen, (noch) ziemlich plastikfreien Wasser erfreuen.

Die Begegnung mit den Komodo Waranen war schlussendlich ein ziemlich schweisstreibendes & bescheidenes Erlebnis. Kein Angstschweiss - aber die tropische Hitze, die wir hier erlebten, übertraf jegliche zuvor gefühlte Temperatur.

Ein mit Stock bewaffneter Ranger begleitete unsere Exkursion zu den Riesenechsen und klärte uns auf, dass wir im Falle eines Angriffes die besten Überlebenschancen haben, wenn wir im Zick-Zack wie die Hasen flüchten. Soweit kam es natürlich nicht, denn wir haben die Warane vollgefressen bei den Ranger Häusern am aus nächster Nähe gesehen und dann bei der Wanderung im Park nur aus weiter ferne. Und das war auch gut so...

Was für ein Glück, dass der einsame Sand Strand mit Pink gefärbtem Korallenstrand nur ein paar Schiffsstunden entfernt war. Zwischen unseren Zehen hatten sich auf der ganzen Reise schon einige Sandkörner breit gemacht und unsere Augen haben sich am Anblick vieler Strände erfreut, doch dieser Pink Beach war schon was ganz Besonderes.

Auf unserer viertägigen Bootstour gaben sich Exkursionen über die Hügellandschaften und Sprünge mit Schnorchel und Flossen ins glasklare Wasser ungefähr die Waage. Wobei uns bei zweitem wieder unzählige riesige Mantarochen, die altbekannten Meeresschildkröten und unglaublich intakte, lebendige (!) Korallenriffe in allen Farben begeisterten.

Ja, wer eine Bootstour im Komodo Nationalpark macht und sich dafür einige Tage Zeit nimmt wird belohnt. Eines unserer absoluten Highlights war der «Malediven» Strand, wie wir ihn jetzt einfach mal nennen – ihr wisst schon was wir meinen...

Und auch die Schiffskajüte für eine Nacht gegen das Schiffsdeck zu tauschen, können wir nur empfehlen. Denn es gibt nur wenig vergleichbar Schönes, als morgens mit dem Schaukeln des geankerten Schiffes von den ersten Sonnenstrahlen an einem neuen Tag zu erwachen - nachdem man ein paar Stunden zuvor beim gemeinsamen Sternebetrachten eingeschlafen ist...

Hier geht's zu unserem Sumbawa und Flores Video

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