Postcards, Südkorea, Unsere Weltreise

koreanische Kulinarik in Busan

Die südliche Hafenstadt Busan war unsere letzte Station in Südkorea. Von hier aus würden wir dann nach 5 Nächten in Richtung Japan fliegen.

Gehört haben wir viel von Busan, vor allem vom Fischmarkt. Der zweitgrösste der Welt! Da mussten wir natürlich hin, soviel war klar. Und wir staunten nicht schlecht, als wir da ankamen und das riesige Gebäude sahen.

Doch das war nicht alles: rundherum auf der Strasse wurde von getrockneten Fischen, über handgrosse Muscheln bis hin zu lebenden Oktopussen alles verkauft.

Apropos lebender Oktopus, an Südkoreas Fischmärkten kann an jeder Ecke ‚alive Octopus’ bestellen. Das sind kleine Oktopusse, die frisch aufgeschnitten werden, dementsprechend bewegen sich die Nerven der Tentakel noch auf dem Teller obwohl sie natürlich schon tot sind.

Ein paar Mal haben wir Leute dabei beobachtet, wie sie dieses landestypische Gericht bestellt & darauf hin mit Skepsis gegessen haben. Selber hatten wir aber nicht das Bedürfnis kleine, sich räkelnde Tentakel in unseren Mund zu schieben.

Was wir uns jedoch nicht entgehen lassen konnten, ist einen frischen Fisch am Markt auszusuchen, den sie dann direkt vor Ort nach Wunsch zubereiteten.

Was das Essen in den verschiedensten Ländern angeht, sind wir äusserst experimentierfreudig. In Korea jedoch wurde wir vor eine ganz neue Situation gestellt. Das erste Mal auf unserer Reise war’s Essenstechnisch für uns echt schwierig. Nachdem wir Bimbap, koreanisches Barbecue, Gimbap & ein paar Strassenspezialitäten zum gefühlten 50igsten Mal gegessen haben, wollten wir einfach etwas Anderes. Einen anderen Geschmack, etwas Frisches, Früchte, Salat was auch immer! Das stellte sich schwieriger raus als man denken würde. 

Vieles war fermentiert und diesen Geschmack konnten wir nach den ersten 10 Tagen nicht mehr riechen geschweige denn schmecken. Früchte waren sehr teuer und ausser Äpfel liess unser Budget nichts Anderes zu. Unsere Unterkünfte waren leider auch nicht zum Kochen ausgerichtet und so blieb uns nicht viel übrig, als auf der Strasse nach Alternativen zu suchen. 

Mehr oder weniger verzweifelt machten wir uns bereits auf die Suche nach einem Italienischen Restaurant, doch das einzige was wir fanden war eine koreanische ‚Pizzeria’, auf deren Bilder wir koreanische Pizzakreationen mit Mayonnaise und anderen Kuriositäten entdeckten. Wir konnten es kaum glauben. Es gibt doch mittlerweile überall auf der Welt authentische italienische Restaurants! Nicht aber in Südkorea.

Die einzige Alternative war Pizza Hut. So! Und wenn wir euch jetzt sagen, dass wir zu Burger King & Pizza Hut gingen, dann könnt ihr euch in etwa vorstellen wie's uns mit dem koreanischen Essen ging, denn ansonsten sind Fastfood Ketten für uns auf Reise ein absolutes No-go. Und ganz ehrlich: wir schämen uns im Nachhinein ein bisschen dafür. Es war einfach nur Verzweiflung pur!

Später entdeckten wir dann ein kleines italienisches Bistro, welches sogar die ‚echte’ Carbonara ohne Sahne servierte und eine französische Bäckerei, in der wir uns einfach mit Brot eindeckten.

Es gibt ja Leute, die sind ganz verrückt nach Kimchi, BBQ & koreanischem Essen - wir wissen jetzt: wir gehören nicht dazu!

Wir konnten es zu diesem Zeitpunkt kaum erwarten, in den Flieger zu steigen, Fuss auf Japan zu setzen & Sushi zu mampfen.