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Kuching – Katzen, Nasenaffen & Coffee Connections

Kuching - die Stadt, die wir uns aussuchten um von unserem Indonesien-Insel-Hopping eine Auszeit zu nehmen. Die Stadt, in der wir ein neues Visum für unsere Weiterreise in Indonesien bekommen sollten. Und auch die Stadt, in der wir zum ersten Mal seit ungefähr 15 Monaten versucht haben wieder zu arbeiten. Man beachte dabei das Verb ‚versuchen’...

Aus dem Malayischen übersetzt bedeutet Kuching „Katze“. Dank der kitschig bunten Katzenstatuen an jeder Kreuzung und unzähligen streunenden Strassenkatzen, wissen wir jetzt auch wieso. Die Stadt bietet eine zum schlendern einladende Wasserfront, Moscheen und voll beladene Märkte, auf denen wir uns einmal mehr durch das tropische Fruchtangebot probierten.

Eine halbstündige Busfahrt von Kuching entfernt befindet sich das Orang Utang Rehabilitationszentrum von Semenggoh. In diesem Zentrum werden elternlose oder aus illegaler Gefangenschaft befreite Orang Utans aufgenommen, gepflegt und auf ihre Freilassung und das Leben im Dschungel vorbereitet.

Auf Sumatra hatten wir bereits das Vergnügen, Orang Utans in nächster Nähe zu begegnen, was für uns deutlich weniger Zoofeeling war als hier in Kuching. Trotzdem freuten wir uns über die rothaarige liebevolle Mutter mit ihrem Baby, lauschten gespannt den Geschichten der Mitarbeiter und uns wurde ein weiteres Mal bewusst, dass diese Tiere auf unseren Respekt & Schutz angewiesen sind. 

„Den Orang Utans helfen, ja klar! Das hört sich super an.“ So haben wir ein paar Monate zuvor in Japan den Entschluss gefasst, in Kuching für einen guten Zweck zu arbeiten. Unsere Arbeit, mit der wir in einer Non-Profit Bar helfen würden, stellten wir uns als willkommene Abwechslung zu unserem Reisealltag vor.

Arbeiten, dafür gratis wohnen & das alles für einen guten Zweck. So sollte das Ganze aussehen.

Wohnen in einem schimmelnden Zimmer weit ausserhalb der Stadt. Aus 4-5 Stunden Schichten wurden plötzlich 13 Stunden. Die Bar bot die günstigste Möglichkeit in der ganzen Stadt um sich zu betrinken. Morgens um 4 waren alle Toiletten & Abflüsse mit allem möglichen verstopft und der („non“) Profit ging doch nur zu einem Teil an die Orang Utans.

So haben sich unsere Freiwilligenarbeitspläne rasch geändert und wir haben es zu unserer neuen Mission gemacht, die Katzenstadt bis in alle Ecken zu erkunden. Kulturell aber natürlich vorallem kulinarisch. 

Und wie das Leben manchmal so spielt, lernten wir an einem ganz normalen regnerischen Morgen bei einer unschlagbaren Tasse Gourmet Kaffee Rodgne & Ben kennen. Ein Iranisch-malaysisches Paar aus Kuching, die sich wie wir als gute Freunde des Genusses bezeichnen würden.

Es war sozusagen Liebe auf den ersten Schluck. So folgten auf eine Tasse Kaffee ein paar gemeinsame Insider-Essen, ein Kinobesuch und Ausflüge inklusive BBQ in die Natur rund um die Katzenstadt.

Zudem hatten wir spontan Besuch von Heidi, bei der wir im Juni wohnten & die von Kuala Lumpur kurz nach Borneo rüber hüpfte um mit uns auf Entdeckungstour zu gehen. 

Apropos Natur: Im Bako Nationalpark sahen wir trotz unzähligen Warnschildern zwar keine Krokodile, dafür aber die witzigen Langnasen Affen. Sie werden dank ihren ausgeprägten Nasen, dem grossen Bauch & den roten Haaren auch „Orang Belanda“ - also Holländer - genannt. Eine liebevolle Widmung an die Kolonialzeit der Holländer.

Ansonsten hat Borneo nebst und trotz trauriger grossflächiger Abholzung der tausendjährigen Regenwälder die grösste Blume der Welt zu bieten. Wir hatten das Glück, dass sie genau zu der Zeit als wir da waren während 5 Tagen geblüht hat. Wenn Engel reisen ;)... Miau.

Hier geht's zu unserem Java Video  mit ein paar Eindrücken von unserer Insel

Wusstest du schon, dass wir einen eigenen You-Tube Kanal haben, wo wir jeweils unsere Videos bereitstellen?

Und falls du uns auf Instagram noch nicht folgst, dann wird es heute höchste Zeit.