Postcards, Südkorea, Unsere Weltreise

Kultur(schock) auf koreanisch

Das Grossstadtleben von Seoul hinter uns gelassen, sind in einer ‚kleinen’ 600'000 Einwohner Stadt gelandet. Jeonju ist auch als Foodie Stadt Koreas bekannt.

Hier wurden unsere Tage ein wenig kultureller. Und wo wir schon beim Thema Kultur sind: Wir hatten während den ganzen zwei Wochen in Südkorea mit einem kleinen Kulturschock zu kämpfen.

4 Monate lang waren wir vorher in Südostasien unterwegs. Wo mindestens jeder zweite uns anquatschte. Wo jeder versuchte, irgendwo ein Wort Englisch herzuholen. Und wo jeder, aber wirklich jeder, uns anlächelte.

In Korea vermissten wir diese Offenheit, die Zugänglichkeit die Leute schienen irgendwie unnahbar. Niemand sprach wirklich Englisch und wir offensichtlich - ausser „Gam-sa-ham-ni-da“ (danke!) - kein Wort Koreanisch. So wurde meist weder unser Lächeln erwidert, noch waren die Leute bereit sich Zeit zu nehmen um unsere Fragen zu beantworten und uns zu helfen. 

Nicht einmal die Besitzer unserer Guesthouses konnten wir etwas fragen geschweige denn in eine Konversation verwickeln. So verständigten wir uns mit Händen, Füssen & Augen. 

Aber uns fehlte definitiv dieser herzliche Kontakt mit den Einheimischen, den wir aus Südostasien kannten.

In Jeonju übernachteten wir in einem traditionellen Hanok, eine Art koreanisches Chalet, traditionell auf dem Boden mit einer 3cm dicken Matratze. Zum Glück war diese nur gerade so dick, dass wir dank der Bodenheizung ein gewärmtes Bett hatten – es war nämlich für uns Schönwetter Weltreisende ein klitzeklein wenig zu kalt hier!

Und falls ihr euch jetzt fragt, wieso wir so chic angezogen sind: Jeonju ist auch bekannt dafür, dass man sich an jeder Ecke traditionelle koreanische Kleidung ausleihen kann. Und die Koreaner hatten mindestens genauso Spass an der Verkleidungsaktion wie wir.

Bei einem Spaziergang ausserhalb des traditionellen Hanok Dorfes, entdeckten wir ein kleines Graffiti Künstler Viertel, in welchem täglich sicher einige tausend Instagram Bilder geschossen werden. Hier kann man auch mit E.T's Mutter Kaffee trinken. 

Mit unserer Busfahrt nach Gyeongju sind wir in einer weiteren Kleinstadt Koreas gelandet. Hier fingen die Kirschblüten langsam an zu blühen und wir verbrachten ein paar Sonnenstunden im Park – immer noch dick eingepackt.