Postcards, Unsere Weltreise, USA

Maui – Camping, Natur & Aloha pur

„Denkst du der wiegt mehr als 20kg?“ Zweifelnd standen wir vor dem gepackten Rucksack in San Diego. Mischa hat unsere 7 Sachen trotz Grippe und Fieber wie ein Weltmeister gepackt. „Ist wie Tetris spielen.“

Während Andrina das eher pragmatisch angeht und einfach alles reinwirft, macht er wie immer keine halben Sachen. Alles andere hätte auch nicht funktioniert.

Mit 14 kg und 12 kg sind wir am 8. Juni aus der Schweiz losgezogen und hier stehen wir 5 Monate später und machen uns Sorgen, dass uns Übergewicht angerechnet wird. Das alles hat einen Grund und zwar nicht ausfälliges Shopping Verhalten. Wir haben uns in San Diego kurz vor der Reise nach Hawaii eine kleine aber feine Campingausrüstung angeschafft.

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Dazu gehört ein 4er Zelt (welches auf den ersten Blick viel zu riesig aussah, sich aber im Nachhinein als genau perfekt herausstellen sollte) eine Queensize Luftmatraze, eine kleine batteriebetriebene Aufblasmaschine und Bambusfaser Camping Geschirr. Knapp 90 USD haben wir investiert, was sich allemal gelohnt hat, denn:

1.

Sind die Hotelpreise auf Hawai’i genauso wie man sich das für eine Honeymoon Destination vorstellt. Sie starten irgendwo ab 150 USD an und nach oben sind keine Grenzen gesetzt.
Schlussendlich haben wir dann für alles inklusive Automiete, Campinggebühren, Essen & allerlei Kleinigkeiten 150 USD / Tag ausgegeben. Hawai’i war also auch für unser Weltreisebudget tragbar.

2.

Wir sind ganz und gar keine Campingfreaks – oder besser gesagt waren es bis vor Hawaii nicht – und haben die Entscheidung zu campen ganz einfach nur aus Budgetgründen getroffen. Und es stellte sich raus, dass diese Zeit eine der besten war bisher auf Reisen. Wir übernachteten an den atemberaubendsten Plätzen, schliefen jede Nacht - nach der obligatorischen Runde Kartenspielen - um 20 Uhr mit Wellenrauschen ein und wurden am nächsten Morgen von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Abends haben wir ein Feuer gemacht, Mischa hat die Saiten seiner Ukulele gezupft und ich habe nebenan Marshmallows für uns gebraten.
Wir waren hin & weg von der ganzen Campingerfahrung!

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Hier kommen einige unserer Lieblingsmomente & -orte auf Maui.

Lahaina

Ein kleiner Touristenort soll nach der ersten Nacht Camping unsere Premiere Impression Mauis sein. Was wir nicht wussten: genau an diesem Tag legte ein riesiges Kreuzfahrtschiff an und die süsse Ortschaft wurde mit Schifftouristen überflutet. Da war was los!

Während wir ein leckeres Pina Colada Gelato löffelten kamen wir ins Gespräch mit einem älteren amerikanischen Paar, das auf dem Schiff Urlaub machte.

Keine Ahnung wie und wieso, denn eigentlich haben wir dieses Thema so gut es ging vermieden, aber irgendwie sind wir auf die Präsidentschaftswahlen zu sprechen gekommen. So sassen wir tatsächlich zweien gegenüber, die offen zugaben für Trump zu wählen. Da waren sie wohl nicht die einzigen, wie wir nun im Nachhinein wissen. Ein trauriges Kapitel, aber wir sind ja nicht hier um über Politik zu reden. Also verabschiedeten wir uns und wandten uns wichtigeren Themen zu wie Blumenketten, Kokosnüssen & ganz viel Aloha.

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Road to Hana

Drei Tage lang waren wir auf der „Road to Hana“ im tropischen Teil von Maui unterwegs. Auf unserer nun schon fünf monatigen Reise haben wir schon so einige Strassen gesehen, doch diese schlug echt alles.

Eine schmale, kurvige Strasse entlang der Küste, die durch tropischen Regenwald zu einem kleinen verschlafenen Dorf namens Hana führt.

Hinter jeder Kurve erwartete uns ein Fruchtstand mit tropischen Früchten & Bananenbrot, ein tosender Wasserfall, ein schwarzer Lavastrand oder auch schon mal ein Pfad durch einen Bambuswald. Einfach nur wunderschön, grün & vielfältig!

Am Ende der Strasse im Nationalpark haben wir dann unser Zelt aufgebaut. Genau über den Klippen mit Blick aufs Meer und inklusive Wellenkonzert, das uns sanft in den Schlaf schaukelte.

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Sonnenuntergang auf Hakalalala

Wir nennen es gerne die grösste Show auf Erden: der Sonnenuntergang. Diesen auf 3000 Metern über Meer auf einem Vulkan mit Blick über das ganze Wolkenmeer reinzuziehen ist atemberaubend. Mit einer Tüte Popcorn in der Hand & dem Lieblingsmenschen an der Seite ist’s Perfektion pur.

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Wine Time

Ein einziges Weingut irgendwo im nirgendwo auf Maui. Das durften wir uns auf gar keinen Fall entgehen lassen. Der Ananas Wein hat uns ziemlich überrascht! Passender geht’s nicht auf Hawaii, der Ananas Republik Amerikas.

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Hai Alarm am Big Beach

Türkisblaues Wasser und goldener Sandstrand – der Strand wird seinem Ruf als einer der schönsten Mauis mehr als gerecht. Freudig breiteten wir unsere Sarongs im Sand aus, packten Sonnencreme auf unsere schon etwas bleichen Bäuche und wollten soeben ins Wasser springen, als es vom Rettungsschwimmer Turm her tönte: „Everyone out of the water!“ Da war etwas im Wasser, das einen ziemlich grossen Schatten warf. Die Vermutungen gingen in Richtung Hai. Der Strand wurde dann gesperrt und wir haben nicht einmal unsere Zehen im Wasser gebadet. Wohl zum Glück!

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Wellen betrachten

Dank unserem Mietauto konnten wir jeweils, wenn wir einen Aussichtspunkt erblickten, auf der Seite ranfahren und die riesigen Wellen betrachten auf denen sich einige mutige Surfer austobten. Man könnte sagen, das war Mischa’s Lieblingsbeschäftigung auf Hawaii – nebst dem Ukulele Spielen. Und dem Feuer Machen. Und dem Zelt Aufbauen.

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