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Nusa Penida – einmal 30 Jahre zurück bitte

"Wie war das wohl hier vor 30 Jahren?" Diese Frage stellen wir uns oft während wir mit unserem Roller durch Bali fahren.

Auf Nusa Penida haben wir Andrina's 30. Geburtstag gefeiert und wurden gleichzeitig 30 Jahre in der Zeit zurückgeschickt.

Die Insel vor Bali hat wenig vom ganzen Tourismus Boom der Götterinsel abbekommen und ist noch sehr ursprünglich.

Von Anfang an war für uns klar, dass wir per einheimischer Fähre mitsamt unserem gemieteten Roller auf die Insel fahren und nicht wie uns vermehrt geraten wurde mit dem teuren Touristenboot. Die Überfahrt mit der Fähre dauere zu lange - so das Argument. Doch wenn wir eines auf unserer Reise zu genüge im Gepäck haben, dann ist es wohl Zeit.

Der Vermieter unseres Rollers sah dies anders und forderte kurzerhand sein Gefährt zurück als wir ihm dummerweise über unsere Pläne informierten. Sein Argument: Wenn wir auf Nusa Penida sterben sollten, dann muss er seinen Roller da abholen kommen. Okeeeeyy?! Naja! Neuen Roller gemietet, dem Vermieter diesmal schlauerweise nichts gesagt und am nächsten Tag ging’s los zum Hafen.

An Bord der Fähre, die nach einer Stunde Verspätung schlussendlich ablegte, waren eine handvoll Touristen, Lastwagen mit Schweinen & Hühnern sowie eine balinesische Gemeinschaft in Tempelkleidung an Bord. Während der zwei Stunden Fahrt gab's also einiges zu sehen und uns wurde bestimmt nicht langweilig. 

Palmen! Überall Palmen! Das war unser erster Gedanke bei Ankunft am kleinen Hafen und der anschliessenden Fahrt zu unserer Unterkunft.

Die ersten drei Nächte übernachteten wir hier in 150 jährigen „Joglos“ - traditionelle Holzhäuser aus Java, die problemlos abgebaut werden können und an einem anderen Ort nach Wunsch wieder aufgebaut. Und so haben sie wohl irgendwie ihren Weg hunderte Kilometer weit nach Nusa Penida gefunden.

Die wahnsinnige Natur Nusa Penidas hat uns einfach nur aus den Flipflops gehauen.

Und die holprigen Strassen hätten uns ein paar Mal fast, aber zum Glück nur fast, vom Roller gehauen.

Mit Taucherbrille auf und Schnorchel im Mund betrachteten wir die Fischschwärme, Korallen in allen erdenklichen Farben und die riesigen majestätischen Mantarochen.

Die Insel hat gefühlt mehr Hähne als Einwohner und statt WiFi gab’s Kokospalmen wohin das Auge reicht. 

Schwindelerregende Treppen haben uns an einen der schönsten Strände unserer Reise geführt, wo wir dann unter anderem einen einsamen Flamingo gefunden haben, der jedoch mit grösster Wahrscheinlichkeit vor 30 Jahren noch nicht da war.

Wusstest du schon, dass wir einen eigenen You-Tube Kanal haben, wo wir jeweils unsere Videos bereitstellen? Hier gehts zu unserem Bali Part II Video.

Und falls du uns auf Instagram noch nicht folgst, dann wird es heute höchste Zeit.