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Pulau Weh – wo Indonesien beginnt

Indonesien zählt unglaubliche 17’508 Inseln, die erkundet werden wollen. Und wir waren mittlerweile auf Nummer 7 angekommen. Und zwar am nördlichsten Zipfel des Inselreiches. Hier fängt Indonesien an - auf Pulau Weh. 

Von Banda Aceh auf Sumatra haben wir ein Boot auf die Vulkaninsel genommen. 

Hier haben wir 4 Tage als kleiner tropischer Einstieg in unser mehrmonatiges Indonesien Abenteuer verbracht und bei dieser Gelegenheit auch noch Mischa’s Geburtstag gefeiert – mit Schildkröten, freundlichen Dory Fischen, Kokosnüssen aus dem homestay-eigenen Palmengarten & einer Flasche duty-free Riesling. Diese haben wir besonders genossen!

In Indonesien ist Wein unglaublich teuer, da sie wegen islamischer Gesetze eine ordentliche Alkoholsteuer auf alle importierten Weine & Spirituosen berechnen. Und einheimische Weine will man nicht trinken, das könnt ihr uns glauben. 

Nach einer zweistündigen Überfahrt vom „Festland“ zur Insel schnappten wir uns ein Becak – ein umgemodeltes Motorrad mit Fahrer und staunten auf der Fahrt zu unserer Unterkunft nicht schlecht: Die Strassen waren sogar doppelspurig und auch sonst war die Infrastruktur der Insel neben all’ den in den Himmel schiessenden Kokospalmen unerwartet gut.

Wie wir erst später erfahren haben, ist dies dem verheerenden Tsunami von 2004 zu 'verdanken': die nach weihnachtliche Tragödie am 26. Dezember erzielte unglaublich hohe Spenden, so dass die Infrastruktur nach dem Aufbau überdurchschnittlich gut ist - für indonesische Verhältnisse natürlich. 

In Indonesien herrschte immer noch Hochbetrieb wegen der Feiertage nach Ramadan. Apropos Ramadan: die Region um Banda Aceh ist bekannt dafür, erzkonservativ zu sein. Auf der Insel gab es auch nur zwei "privat" Strände, an denen man im Bikini oder Badeanzug baden konnte.

Wir konnten uns ein Lächeln nicht verkneifen, als wir zum Sunset ein Bier und eine Kokosnuss bestellten und das Bier ziemlich „Undercover“ daherkam. Und ihr hättet Mischa's Gesicht sehen sollen, als er im ersten Moment dachte, ihm sei soeben eine Tasse Milch hingestellt worden. 

Wir hatten zum Glück unser Bungalow bei Freddies Sumurtiga ein paar Monate zuvor gebucht. Sonst hätten wir keine Chance mehr gehabt, bei Freddie ein Zimmer zu kriegen. Wenn man die Bewertungen auf Tripadvisor liest, wird auch schnell klar wieso.

Freddie ist ein Südafrikaner, der jahrelang für die UN in der ganzen Welt unterwegs war. Nach seiner Hilfe in der Tsunami Katastrophe, hat er sich auf Pulau Weh niedergelassen und führt nun mit ganzer Leidenschaft sein Guesthouse.

Und wir lieben Leidenschaft! Vorallem wenn sie in der Gastronomie ausgelebt wird. Jeden Abend kreierte Freddie ein Schlemmerbuffet mit Gerichten aus aller Welt. Doch bevor das Buffet eröffnet wurde, gab es zuerst ein ganz persönliches Briefing, indem er sich bei all seinen Gästen, die er natürlich alle beim Namen kannte, nach dem Wohlergehen erkundete.

Wie ihr euch vorstellen könnt, fühlten wir uns pudelwohl und wären gerne länger geblieben. Für 40 USD / Nacht für uns zu zweit inklusive Frühstück- & Dinnerbuffet mussten wir uns um wirklich nichts kümmern, ausser unsere Taucherbrillen überzuziehen und uns auf die Suche nach Schildkröten am hauseigenen Strand zu machen. So lässt's sich leben! 

Wusstest du schon, dass wir einen eigenen You-Tube Kanal haben, wo wir jeweils unsere Videos bereitstellen?

Hier geht's dann schon mal zum Sumatra Video.

Und falls du uns auf Instagram noch nicht folgst, dann wird es heute höchste Zeit.