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San Blas – von Kolumbien nach Panama

Die Grenze zwischen Kolumbien und Panama ist über den Landweg nicht passierbar, da man hierfür das gefährliche Darien Urwaldgebiet durchqueren müsste. Daher bleiben für den Weg von Südamerika nach Mittelamerika zwei Möglichkeiten: 1. man wählt die Luft und setzt sich in ein Flugzeug 2. man wählt das Meer und erlebt das paradiesische San Blas Archipel. Ohne lange zu überlegen fiel unsere Entscheidung auf Option Nummer zwei.

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Geplant war, mit einem Segelboot von Cartagena von Kolumbien aus nach Panama und so über die San Blas zu tuckern. Es gibt mehr als ein Duzend erfahrene Segler, die diese Tour mit ihren Booten anbieten.

Da wir aber während den drei Monaten in Südamerika unzählige Leute getroffen haben, die so ihren Weg von Panama nach Südamerika gemacht haben und die Mehrheit von ihnen uns von den Segelbooten abgeraten hat, kamen bei uns leise Zweifel auf. Weil: von den 4 Tagen auf dem Boot ist man zuerst über 50 Stunden lang auf dem offenen Meer, wo viele von Stürmen, hohen Wellen und damit von Seekrankheit berichtet haben.

Da Andrina weiss wie furchtbar es ist, der Seekrankheit zu verfallen, haben wir also das Segelboot über Bord geworfen (auch eine Kunst...) und Mr. Google nach einer Alternative gefragt.

Gegoogelt, gefunden! San Blas Adventures würde uns auf einer 4-tägigen Tour von Capurganà, einem kleinen Ort nahe an der panamesischen Grenze mit dem Schnellboot nach Carti, Panama bringen. Geschlafen wird auf verschiedenen Inseln und eine Bootsfahrt dauert nicht länger als 2 Stunden pro Tag – gebucht!

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„Da! Noch eine Sternschnuppe!“ Wir wussten schon gar nicht mehr, was wir uns denn noch wünschen sollten. Wir sind ja schon im Paradies und können uns nichts als glücklich schätzen, dass wir all’ das hier erleben dürfen. Über uns der unendliche Sternenhimmel, von dunklen Palmen umrandet. Italienische Musik beglückt unsere Ohren & Mischa’s Herz.

Hier auf der Tour haben wir ein italienisches Paar kennengelernt, Giorgiana liebt Fotografie und Marco seinen Espresso und Italien. What a match! So beglückte uns DJ Banana Tree, wie wir ihn an diesem Abend liebevoll nannten, mit seiner Playlist. Hier waren wir also, auf dieser kleinen Insel und unsere Hängematten in den Holzhütten warteten schon in darauf, uns in den Schlaf zu wiegen.

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Was wir sonst noch so gemacht haben?

Wir haben einmalige Sonnenuntergänge bewundert.

Wir haben uns vor dem Regen versteckt - ja, es war leider Regenzeit, viel Regenzeit!

Wir haben versucht, unser Nickerchen nicht unter einer Kokospalme zu machen – was gar nicht so einfach war, denn die waren wirklich überall.

Wir haben eine frische Kokosnuss direkt von der Palme bestellt - ok vielleicht waren es auch 20 oder so.

Wir haben versucht den ganzen Lärm der irischen Gruppe auszublenden, die pro Person für 4 Tage 4 Liter Rum mitgebracht haben...

Wir haben auch ein wenig Rum geschlürft – in einer frischen Kokosnuss natürlich.

Wir sind von einer Insel zur nächsten geschwommen – so einfach geht das hier.

Wir haben uns gefragt, wie wir am besten den Sand von den Füssen wegkriegen, bevor wir ins Bett stiegen – oder eben in die Hängematte.

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Die zwei Seiten eines Paradieses

Jedes Paradies auf Erden hat eine Kehrseite, so auch die San Blas Inseln. Leider wissen die Kuna, die indigene Bevölkerung, nicht wie sie mit all den Plastiktüten und Cola Dosen, umgehen sollen. So werfen sie den ganzen Müll einfach ins Meer.

Die Regierung Panamas unterstützt die Kuna zwar mit Solarplatten - dank denen sie jetzt auch fernsehen können und die Familien nicht mehr 14, sondern nur noch 6 Kinder haben – aber zum Thema Recycling haben sie anscheinend nichts zu lehren. Leider!

Das San Blas Archipel besteht aus rund 360 Inseln, die einen grösser und die anderen kleiner. Die Kuna leben in sogenannten Communities auf den grösseren Inseln, das Ganze hat uns etwas an den Film Waterworld erinnert. Jede Insel hat aber seine Besitzer und man darf nicht einfach so Fuss daraufsetzen. Sowohl die Segelboote als auch San Blas Adventures bezahlen die Kuna, damit wir uns auf den Inseln aufhalten dürfen.

Die ersten zwei Nächte verbrachten wir näher an den Communities, hatten so die Möglichkeit, die Dörfer zu erleben und wurden dort auch Zeugen von dem ganzen Müll Problem. An Tag 3 & 4 und für die letzte Nacht gab's dann das richtige Robinson Crusoe Feeling auf kleinen Inseln, um die wir in weniger als 5 Minuten im türkisblauen Wasser spazieren konnten.

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Warum wir uns für San Blas Adventures entschieden haben

  • Die Bootsfahrt zwischen den Inseln dauert täglich nicht länger als 2 Stunden, Gesamthaft sind das also nicht mehr als 8 Stunden Bootsfahrt.
  • Wir mussten uns keine Sorgen um tagelange Seekrankheit machen, was bei einer Segelfahrt mit Ozeanüberquerung ziemlich sicher der Fall gewesen wäre.
  • Die drei Nächte und vier Tage konnten wir dann auf den Inseln verbringen, das heisst viel Zeit um Kokosnüsse zu schlürfen und die Seele baumeln zu lassen.
  • Dieser Trip gab uns die Möglichkeit, unseren Weg von Kolumbien nach Panama zu machen und gleichzeitig ein wenig Zeit im Paradies zu verbringen
  • Für 399$ pro Person sparten wir uns den Flug nach Panama oder die Segelfahrt (die 550$ pro Person gekostet hätte)

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Folgst du uns eigentlich schon auf Instagram? Wenn nicht wird's ja wohl höchste Zeit! 

Happy travels & buon appetito

Andrina & Mischa