Postcards, Südkorea, Unsere Weltreise

Seoul Days – Asien mal anders

„Das wird ganz anders als alles was wir bisher gesehen haben.“, meint Mischa während mein Kopf auf seiner Schulter liegt und ich mit meiner plötzlichen und auf dieser Reise überhaupt nicht zu gebrauchenden Flugangst kämpfe. Wir befinden uns gerade auf einem Nachtflug irgendwo zwischen Kuala Lumpur und Seoul.

Viel wussten wir nicht von Südkorea. Moderne Technologien, ein verrückter Diktator im Norden, Koreaner die in der Schweiz mit Funktionskleidung & Fotokamera rumlaufen – wie wir das nun bei ihnen für die nächsten 2 Wochen tun werden.

Die ersten Tage in Seoul wurden wir regelrecht mit Eindrücken überflutet. Nichts konnten wir lesen auf Schildern, in den Läden und in Restaurants. Alles war auf Koreanisch angeschrieben. So liessen wir einfach alles auf uns wirken.

Die U-Bahn Karte erschlug uns beim ersten Anblick und wir blickten gar nicht durch. Doch 4 Tage später kannten wir diese fast schon wie unsere Jackentasche. Diese war nach einigen Monaten blossem Rumgeschleppe nun plötzlich wieder unser treuster Reisebegleiter, denn es war kalt! Für uns Schönwetter Reisende ziemlich gewöhnungsbedürftig.

Anstatt auf das kalte neblige Wetter haben wir uns dann doch lieber auf das koreanische Essen konzentriert, welches uns zu Beginn noch ziemlich faszinierte. Ein paar Tage später sah das schon ganz anders aus, aber dazu erzählen wir euch in einem anderen Beitrag mehr.

Vom koreanischem Barbecue, über das weltbekannte Kimchi bis hin zu Gimbap – einer Art koreanische Sushi Rolle – probierten wir so ziemlich alles was uns unter die Augen geriet.

Seoul hielt so einige Kuriositäten für uns bereit. Unter anderem entpuppte sich der Besuch im traditionell koreanischen Thermalbad, als ziemlich gewöhnungsbedürftig.

Wir erhielten eine Art Pyjama, mit dem wir dann im Ganzen 7-stöckigen Komplex zwischen Restaurants, Spielhallen, Kinos, Saunas & auf dem Boden schlafenden Menschen rumspazierten und aus dem staunen nicht mehr rauskamen. Da wurde das Baden wirklich zur Nebensache gemacht. 

Der Eintritt galt eigentlich für 10 Stunden, doch wir waren nach 2 Stunden wieder draussen und machten und auf Entdeckungsreise durch die Millionenstadt.

Was uns da auf dem Gwanghwamun Platz erwartete, war die wohl friedlichste Demonstration aller Zeiten. Ganze Familien sassen da mit Kerzen und Schildern, die sie als Zeichen gegen die abgesetzte Präsidentin in die Luft hielten.

Anscheinend hatte die Ex-Präsidentin das koreanische Volk ziemlich verärgert, indem sie eine Freundin in politische Aktivitäten einbezog. Wir fragen uns zu diesem Zeitpunkt, was die Koreaner wohl mit einem Präsidenten wie Donald Trump, der seine ganzen Freunde & Familie im weissen Haus einstellt, anstellen würden. Das könnten sich die Amerikaner doch noch einiges abgucken. 

Im Universitätsviertel bekamen wir einen kleinen Einblick ins Leben von koreanischen Teenagern, die mit knallroten Lippen und Handy in der Hand Jungs zuschreien, während diese ihre neusten Choreographien vortanzen. Das Phänomen nennt sich K-Pop, hat aber nichts mit den leckeren Cake Pops zu tun.

5 Nächte verbrachten wir in einem Airbnb Apartment [Gutschein] in der pulsierenden Hauptstadt Südkoreas bis wir mit einer dreistündigen Busfahrt zu unserem nächsten Ziel in Südkorea aufbrachen.

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