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Sumbawa – wildes Ziel auf dem Weg nach Flores

Im Oktober haben wir mit Mischas Familie ein kleines Insel Hopping in Indonesien gemacht. Über 6 Inseln sind wir schliesslich auf Lombok gelandet. Dort war es wieder einmal schweren Herzens Zeit, Abschied zu nehmen und nach 3 Wochen "Urlaub" vom Reisen, wieder in neue Gegenden & Ecken Indonesiens zu bereisen.

Hier waren wir also. In Lombok. Wo Andrina 2001 zum allerersten Mal diese mit Nelken Zigaretten verfeinerte Luft geschnuppert hat, die definitiv damals schon bleibende Eindrücke hinterlassen hat.

Eines unserer ultimativen Indonesien Ziele war es, nach Flores zu reisen um dort die berühmten "letzten Dinosaurier", die Komodo Warane, zu bestaunen.

Zwischen Lombok und Flores liegt da aber noch Sumbawa: vom Massentourismus verschont lockt die Insel mit einer wildromantischen Landschaft, schroffen Bergketten, fruchtbaren Ebenen, grünen Reisfeldern und menschenleeren & makellosen Sandstränden.

Die wilde Insel wollte also einmal von Westen nach Osten von uns durchquert werden. Da uns eine 30 stündige Busfahrt nicht ganz so verlockend schien und wir auch wirklich ein paar Eindrücke auf Sumbawa sammeln wollten, steuerten wir mit einem Bus, Fähre und wieder dem geliebten Bus unseren ersten Stopp an: Maluk - eine kleine Ortschaft, die vorallem dank amerikanischer Goldmine und ein wenig auch wegen einer der bekanntesten Wellen der ganzen Surfwelt einen kleinen wirtschaftlichen Aufschwung erhalten hat.

"Oh ok, you guys don't surf. That's alright..." So empfang uns Timmy, ein australischer Surfer, der schon seit mehr als 6 Monaten in Maluk, irgendwo auf Sumbawa, sozusagen Tag für Tag das Leben so surft wies kommt. Er verstand wohl in dem Moment nicht ganz, wie wir uns ohne Surfboard unter dem Arm hierher nach Sumbawa verirrt hatten.

Dann zeigte er uns das Haus, welches aus einem offenen Wohnzimmer mit wahnsinnigem Ausblick über die ganze Bucht und 6 Zimmern bestand, die eben meist von Surfern aus aller Welt belegt werden.

Nur selten verschlägt es Reisende abseits der Touristenpfade Indonesiens hierhin. Unsere Tage in Maluk verbrachten wir irgendwo zwischen Rollerfahrten zu geheimen Schatzkarten Wasserfällen, Spaziergängen an traumhaft weissen Stränden & dem Philosophieren mit Menschen, die ihr Leben dem Rythmus der Wellen verschrieben haben. Die sich wie auch wir entschieden haben, Prioritäten zu setzen & dem Arbeitsalltag für eine wohlverdiente Auszeit den Rücken zu kehren.

"Der Weg ist das Ziel." Diesen schon etwas abgedroschenen Satz können wir genau so bestätigen.

In Sumbawa hatten wir sowohl unser Ziel als auch den langen Weg ziemlich klar vor Augen. Wir planten ein paar extra Nächte und Zwischenstopps, um die irrsinnig langen Busfahrten auf holprigen Strassen aufzubrechen. So machten wir uns nach wunderbaren relaxten Tagen im Surfmekka Maluk auf den Weg in die "Hauptstadt". Sumbawa ist die am wenigsten dicht besiedelte Insel des Inselstaats Indonesien - dem 4. bevölkerungsreichsten Land der ganzen Welt. Erstaunt?

Was auch sehr erstaunlich ist und Mischa natürlich unheimlich gefreut hat, ist dass sich der grösste AS Roma Fanclub ausserhalb Italiens in Indonesien befindet. Schon in Bali, hat er sich einige Male mit den Roma Anhängern getroffen, um gemeinsam Spiele seiner Mannschaft zu schauen.

Dies war auch der Grund, weshalb wir einen Stopp in der Hauptstadt Sumbawas einlegten: wir hatten eine Verabredung mit dem AS Roma Club Sumbawa, die sich natürlich über diesen nicht ganz alltäglichen Besuch eines Römers freuten.

Ansonsten überzeugte uns die "Stadt" nicht sonderlich mit ihrem Charme. Und dank einem Moschee Lautsprecher unmittelbar neben unserem Fenster waren wir auch schon morgens ultrafrüh für unsere Weiterreise gewappnet. Eine ach so typische Busfahrt à la Indonesien erwartete uns.

 

Draussen brannte die Sonne runter, wie sie nur konnte. Die Landschaft wurde nach ein paar Stunden ganz karg, was wir so von Indonesien eigentlich noch nicht kannten. Uns wurde wieder einmal klar, wie gross & vielfältig dieses Land ist. Mit jeder indonesischen Insel wurden uns bisher neue Facetten aufgezeigt.

Die ratternde Klimaanlage hatte keine Chance gegen die herrschende Hitze und die vielen Passagiere im verhältnismässig kleinen Bus trugen auch nicht zur Abkühlung bei.

 

Nachdem wir 100 km Küstenstrasse in sage und schreibe 5 Stunden Fahrt zurückgelegt hatten und auch unser Fahrer seine Anfälle von Sekundenschaf überwunden hatte, kamen wir endlich an der Ostküste an.

Dort wo sich Ziege & Ochse gute Nacht sagen, das Thermometer auf über 40 Grad anstieg, es eine sehr bescheidene Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten gibt, waren wir einmal mehr froh über unseren Hygieneschlafsack.

Wir freuten uns auf die 6 stündige luftige Überfahrt mit der Fähre nach Flores am nächsten Tag. Gute Nacht Indonesien!

Hier geht's zu unserem Sumbawa und Flores Video

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