Japan, Postcards, Unsere Weltreise

Tokyo – die wohl verrückteste Stadt unserer Reise

Gleich am ersten Abend, nachdem wir in unsere 6 Quadratmeter Besenkammer mit Stockbett eingecheckt haben, machten wir uns auf den Weg nach Shibuya.

DIE Kreuzung aller Kreuzungen, und nichts schreit mehr „Welcome to Tokyo“ als dieser Platz. Hier überqueren während der Rush hour pro Ampelphase bis zu 15'000 Personen die Kreuzung!!

Kreuzungen scheinen es hier in Tokyo in sich zu haben. Am nächsten Tag, während wir gerade dabei waren das Technik Freak Viertel Akihabara auszuchecken, fuhren Mario, Luigi & little Princess an uns vorbei. Real Life Mario Kart! 

Wir hätten uns stundenlang in den Spiel Läden durch die alten Nintendos, Spiele & Tamagotchis wühlen können.

 

Eine Maid Show, was als die ultimative Japan Erfahrung angepriesen wird, haben wir uns dann schlussendlich auch noch angetan. Wem das jetzt nichts sagt: das sind Cafes in Pink mit Angestellten in Hausmädchenkostümen & Stimmen als hätten sie sich eine ganze Heliumflasche reingezogen. Wir hätten gut ohne diese Erfahrung weiter leben können.

23.15 unser Wecker klingelte. Knapp zwei Stunden vorher hatten wir unserem Mini Zimmer mit Stockbett hingelegt. Es wurde Zeit, die letzte U-Bahn zu schnappen und zum Fischmarkt zu fahren. Unser Ziel: die Tuna Auktion um 6 Uhr morgens. Ein Highlight für jeden Tokyo Besucher.
Was wir bis dahin machen? Die Zeit totschlagen um uns dann einen der limitierten 120 Besucherplätze zu schnappen. Diese sind nämlich ziemlich beliebt. Hier wurde der teuerste Thunfisch aller Zeiten für 1.5 Millionen Dollar verkauft. 

Und so sah unsere Nacht- & Nebelaktion in frühmorgens in Tokyo aus:

00.30 Ankunft am Fischmarkt
00.45 wir hatten ein 24h Restaurant gefunden, wo wir uns nochmal hinsetzten und Kaffee schlürften
02.00 es wurde Zeit für die Registration anzustehen
03.00 im Warteraum, mit einer der limitierten gelben Besucher Westen
04.00 wir warteten
05.00 und warteten
05.25 Los ging’s! Die Halle war gefüllt mit den 700 Bietern und riesigen Tunfischen. 
05.50 1,2,3 und schon vorbei!

Wir hatten die 700 Tuna Käufer bei der Inspektion beobachtet und alles ging ganz schnell: ein Mann stand auf einer Holzkiste und schrie irgendwelche Zahlen auf Japanisch. Die riesigen Thunfische wurden vor unseren Augen innerhalb von Sekunden versteigert.

Nach diesem Einblick in den Fischhandel gönnten wir uns gleich am Fischmarkt noch eine kleine Sushi Platte zum Frühstück.

Morgenstund hat Gold im Mund! Ja, so ist es tatsächlich. Denn nach dem Markt machten wir uns auf, um bei einem Sumo Training dabei zu sein. Im Internet haben wir gelesen, dass manche Sumo Vereine kostenlos Besucher zum Training zulassen. Für uns war dies die perfekte, budget- & zeitfreundliche Alternative zu einem mehrstündigen Sumo Kampf.

Uns war jedoch nicht bewusst, dass die beliebten Plätze auch hier beschränkt und teilweise Monate im Voraus schon ausgebucht sind. So blieb uns schlussendlich noch die Möglichkeit, die schwitzenden halbnackten Sumos durchs Fenster zu beobachten.

Doch der eigentliche Grund, weshalb wir ursprünglich Japan überhaupt als Reiseziel ins Auge fassten, war ein anderer: Coldplay.

Das Konzert vor 50'000 Fans aus aller Welt war der krönende Abschluss unser Japan Reise. Danke Mischa, dass du in dieser einen schlaflosen Nacht in Australien entschieden hast, einfach mal Tickets zu kaufen. Ti amo!